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Vorarlberger Krippenzeitung

 

Redaktion Reinhard Feiersinger Tel. 05522 - 47647
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Ausschnitte aus der Aktuellen Krippenzeitung

                           

Basilika Rankweil
Basilika Rankweil





Liebe Vorarlberger Krippenfreunde,


es ist mir eine grosse Ehre und Freude, in meiner Eigenschaft als
Präsident des
UN-FOE-PRAE an Sie diese Zeilen richten zu dürfen.
Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen nachfolgend diese Organisation etwas vorstelle.

Vertreter aus sieben internationalen Krippenvereinigungen hatten damals im Jahr 1952 in Barcelona/
Spanien unter der Bezeichnung UN-FOE-PRAE (Universalis Foederatio Praesepistica) eine internationaleVereinigung (Verband) gegründet, in welcher Körperschaften aus aller Welt vereinigt sind, die sich derFörderung der Weihnachtskrippe unter der christlichen weihnachtlichen Botschaft „Gloria in excelsis Deo“ widmen. Heute gehören neunzehn (19) Krippenverbände nicht nur aus Europa, sondern auch aus Brasilien, Argentinien und USA zu diesem Weltkrippenverband. Und somit ist auch jedes in einem
Johann Dendorfer
Verband registrierte Mitglied gleichzeitig auch Mitglied von UN-FOE-PRAE. Damals wie heute ist UN-FOE-PRAE ausgerichtet auf die Pflege, Förderung und Weiterverbreitung der Krippentraditionauf religiöser, kirchlicher, künstlerischer und volkskundlicher Grundlage unter Berücksichtigung und Anerkennung der kulturellen Vielfalt. Es gilt, die Krippentradition in ihren kulturellen und künstlerischen Verschiedenheit zu erhalten, zu pflegen, neu zu beleben und ihre Entwicklung zu fördern. Ausserdem möchte man die Schaffung neuer nationaler Krippenverbände unterstützen und fördern.
Hierzu dienen auch internationale Kongresse, Arbeitstagungen, die Herausgabe von Publikationen sowie die Förderung der Kommunikation und Vernetzung der Krippenfreunde in aller Welt. Am 2. April 2011 wurde ich durch die Vertreter dieser Verbände anlässlich der Verabschiedung einer Satzung nebst Geschäftsordnung beim Jahrestreffen, welches diesmal in Innsbruck stattgefunden hat, zum Präsidenten dieser weltweiten Organisation gewählt. Bei diesem Treffen in Innsbruck durften wir uns auch von den engagierten Vorbereitungen des Weltkrippenkongresses 2012 überzeugen. Es wird bestimmt eine wunderbare Veranstaltung, und ich freue mich schon auf die vielen Begegnungen mit den Krippenfreunden. Sie kommen doch bestimmt auch?

Doch über all diesen hehren Zielen steht jene Krippe, in die Gottes Sohn in Bethlehem gelegt wurde. Dieser Botschaft von der Menschwerdung Gottes sind wir als Krippenfreunde verpflichtet. Jeder Krippler bringt sich ein in den Dienst für die Krippe –
jeder auf seine Art – jeder mit seinen Talenten. Und so bauen und gestalten wir auch unsere Krippen – jeder auf seine Art. Doch so verschieden wir Krippler und unsere Krippen auch sind, Mittelpunkt unserer Krippen ist das dort liegende göttliche Kind. Vor ihm werden Fremde zu Freunden. Möge Ihnen das göttliche Kinde, zu dessen Ehre wir unsere Krippen bauen, all Ihre Mühe, Liebe und Sorge um die Krippe reichlich vergelten.

In herzlicher Verbundenheit
GLORIA ET PAX
Johann Dendorfer
Furth im Wald (Bayern)

Die Arbeit und Sorge in dieser neuen Aufgabe ist gross und vielfältig. Ich bitte um Euer Gebet für Kraft und Stärkung durch die Gnade des Heiligen Geistes.

Weihnachtsbotschaft von unserem Ehrenmitglied - Abt Kassian Lauterer

Weihnachtliche Menschen
Vor einiger Zeit las ich in der Zeitung einen Leserbrief, der mich eigenartig berührt hat. Sinngemäß hieß es da: „Ich bin Moslem und liebe Weihnachten. Es ist eine schöne Zeit, in der die Leute netter, freundlicher, toleranter und verständnisvoller sind… Trotz Stress auf der Jagd nach Geschenken denken die meisten an die Asylanten, Arbeitslosen, Kranken, Obdachlosen, Armen, Alten… Meinetwegen könnte das ganze Jahr Weihnachten sein.“
Müssen die Christen sich von einem Andersgläubigen erklären lassen, warum sie Weihnachten feiern? Wenn es nur wirklich so wäre, wie er es beobachtet hat! Dann wäre ein wesentlicher Sinn dieses Festes bereits getroffen. Denn mehr Menschlichkeit, Güte, Verständnis und Hilfsbereitschaft besonders gegenüber Armen und Ausgegrenzten ist eine Sprache, die jeder versteht. Dazu muss man nicht Türkisch oder Deutsch lernen. Man darf sich auf Weihnachten auch freuen, weil es ein schönes Familienfest ist, weil der Christbaum festlichen
Glanz in die Wohnungen zaubert, weil es Geschenke, gutes Essen, ein paar schul- oder arbeitsfreie Tage, Schnee zum Schifahren oder Urlaub in irgendeiner warmen und sonnigen Gegend gibt. Das alles ist den Menschen herzlich zu gönnen. Aber das alles ist Brauchtum oder Verpackung rund um dieses Fest. Es ist Folge und Wirkung, nicht Grund und Ursache des Festes.
Papst Leo der Große (+461) beginnt eine Weihnachtspredigt mit den Worten: „Heute ist unser Retter geboren: Lasst uns froh sein! Traurigkeit hat keinen Platz am Geburtstag des Lebens.“ Der Geburtstag des Jesus von Nazareth, der später von sich selbst sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), ist der Anfang eines ganz neuen und ewigen Lebens. Niemand kommt zum Vater im Himmel, außer auf dem Weg, der Jesus selbst ist. Nur der Glaube an die Geburt von Jesus Christus aus der Jungfrau Maria ist der wahre Grund des Weihnachtsfestes. Und allein dieser Glaube schenkt eine unbändige Freude, die eigentlich auf die übrige Verpackung gar nicht angewiesen ist. Sie nährt sich vom Hören auf das Wort Gottes, vom Gebet in der Stille, von der Mitfeier des Gottesdienstes, vom Empfang der heiligen Eucharistie und von der Begegnung mit Christus in jedem Mitmenschen, besonders den Armen und Hilfsbedürftigen. Wer noch nie Weihnachten so gefeiert hat, der hat auch Weihnachtsfreude nie voll erlebt, sondern höchstens ansatzweise und schattenhaft.
Den Vorarlberger Krippenbauern und –freunden danke ich für ihre Begeisterung und unermüdliche Arbeit zur Veranschaulichung der Weihnachtsbotschaft und wünsche ihnen und ihren Familien ein tiefes innerliches Erleben dieses Festes. Sie dürfen auf ihren wertvollen Beitrag stolz sein. Aber auch sie müssen immer wieder bedenken, dass es nicht genügt, die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem
handwerklich und künstlerisch möglichst phantasievoll darzustellen. Weihnachtliche Menschen werden wir nur dann, wenn wir bessere Christen werden.

Kassian Lauterer

Krippenpflege in Vorarlberg

Geschätzte Krippenfreunde, liebe Ortsobleute und Mitglieder unserer Ortsvereine, „Krippeler“ ist man das ganze Jahr ! Diesen treffenden „Spruch“ hat ein im Vlbgr. Krippenwesen sehr engagierter
Ortsobmann geprägt, der für viele von uns mehr als zutreffend ist. Als Landeskrippenpfleger habe auch ich für Umtrieb gesorgt und war auch selbst unterwegs um neues zu erfahren: Beim Botanik-Kurs am 28.4. waren 18 Personen aus 6 Ortsvereinen anwesend. Als Landeskrippenpfleger
habe ich es übernommen, interessantes rund um die Konservierung von Botanik-Material vorzustellen und auch vor Ort auszuprobieren. Gerade die Konservierung ist besonders wichtig, weil es uns allen ein besonderes Anliegen sein muss, mit dem Material, das uns die Natur anbietet,
sorgfältig und sparsam umzugehen! Wer nicht mit Formaldehyd und Glycerin konservieren möchte, bitte unbedingt Dispersionsbinder zur Botanik-Konservierung einsetzen! Wie angekündigt, fand am nächsten Tag nachmittags eine Exkursion zur Farbmühle Kremer nach Aichstetten statt. Wir hatten das große Glück
dass der Chef der Mühle, Herr Dr. Kremer im Hause anwesend war und uns durch
Erich Kirner
seinen Betrieb führte. Dazu mit seinem großen Fachwissen unsere Fragen mehr als erschöpfend beantworten konnte. Sehr beeindruckend der Schauraum der Farbmühle, schier unerschöpflich das Angebot, das die Farbmühle an Pulverfarben bereit hält. So hat wirklich jeder seine Farben sprichwörtlich gefunden, wer wollte konnte diese auch gleich mitnehmen.
Dr. KremerDr. Kremer, Aichstetten
Zu einem gemütlichen Hock setzten wir uns noch in Aichstetten in das einzige! Gasthaus des Ortes zusammen. Wer sich für ein „Grundsortiment“ an Erdfarben interessiert, kann sich gerne an mich wenden, auch bei Botanik-Konservierung bin ich gerne behilflich, was die Rezeptur anbelangt. Handgeschnitzte Krippenfiguren – dieses Thema beschäftigt mich auch schon längere Zeit. Bei meiner letzten Tirol Fahrt bin ich, so sehe ich es, fündig geworden. Ebenso konnte ich Kontakte zu „Fassmalern“ (Leute die Figuren fassen) knüpfen. Eine sehr gute Restauratorin für Krippenfiguren konnte ich in der Person von Simone Krug in Leutasch ausfindig machen. Ein guter Krippenfreund in Tirol war mir sehr behilflich, diese Verbindungen herzustellen. Es gebührt ihm ein freundschaftlicher Dank für seine Unterstützung!

Mit einem herzlichen Dankeschön für euer Wirken und Werken im Dienste der Krippe im Ländle verbleibe ich als

Euer Landeskrippenpfleger
Erich Kirner
Telefon 05577/83932
E-Mail kirnere@vol.at



Einladung zum 10. Mannschafts-Schirennen der Krippenfreunde Vorarlbergs in Buch

Ihr habt richtig gelesen - wir haben ein Jubiläum. Bereits zum 10. mal dürfen wir euch zum Mannschaftsschirennen am Samstag 28. Jänner 2012 nach Buch einladen. Das Motto „Gefahren wird, ob es Schnee hat oder nicht“ behalten wir bei. Unsere Krippenfreunde und der Wintersportverein Buch sind für ein Schirennen, wenn notwendig aber auch für ein Preisjassen vorbereitet. Wir laden viele Teilnehmer, aber auch Schlachtenbummler recht herzlich dazu ein - ist doch die Rennpiste nur wenige Minuten vom Gasth. Schneiderkopf entfernt.

Wir freuen uns auf einen schönen Tag bei unseren Bucher Freunden!
Reinhard Feiersinger Vertreter der Ortsvereine


Einladung zum Landesverbandstag 2012
Der Landeskrippenverband Vorarlberg lädt Sie am 08. Jänner 2012 herzlich nach Rankweil ein.

Programm

Um 09.00 Uhr Festgottesdienst in der Basilika auf dem Liebfrauenberg in
Rankweil, zelebriert von Ehrenmitglied Dr. Kassian Lauterer, Mitzelebrant
Msgr. Dr. Walter H. Juen, musikalisch umrahmt vom „Laternser Chörle“.
Anschließend Sektempfang und gemütliches Beisammensein im Vinomnasaal.
Bürgermeister Ing. Martin Summer präsentiert uns Rankweil von der
schönsten Seite. Ein Schlagzeugensemble der Musikschule Rankweil und das
„Rankweiler Original“ Hans Sturn sorgen für Kurzweile.
Mittagessen im Vinomnasaal
13.30 Uhr Landesverbandstag
musikalische Umrahmung von den „Feldkircher Saitenhüpfer“

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung
2. Protokoll der Jahreshauptversammlung 2011 (an OV versandt und liegt auf)
3. Bericht des Obmannes Josef Hagen
4. Kassabericht Kassier Thomas Wörndle
5. Bericht der Kassaprüfer und Entlastung
6. Budget 2012
7. Vorarlberger Krippenschule Leiter Kurt Hofer
8. Vorarlberger Krippenzeitung Redakteur Reinhard Feiersinger
9. Krippenpflege in Vorarlberg Krippenpfleger Erich Kirner
10. Chronist Otmar Holzer
11. Ehrungen
12. Behandlung eingebrachter Anträge
13. Allfälliges und Schlusswort

Wir laden Euch herzlich zu diesem Landesverbandstag nach Rankweil ein.
Es würde uns freuen, wenn Sie im Anschluss auch beim gemütlichen Beisammensein
im Vinomnasaal dabei sind!

Euer Landesverbandsobmann
Josef Hagen


Walter Spörr  † 29. September 2011 - Walter Spörr

Der langjährige Krippenschulleiter des Verbandes der Krippenfreunde Österreichs
wurde seinem Wunsch entsprechend am Donnerstag, den 29. September
2011 im engsten Familienkreis auf dem Pradler Friedhof verabschiedet.
Karl Pfeifer, der seit 1968 die Krippenschule bis 1987 leitete und aus gesundheitlichen
Gründen die Leitung 1988 an Walter Spörr, seinem langjährigen
Kursleiter und Stellvertreter übergab, hatte in Walter einen würdigen Nachfolger.
Wer die Krippenschule in Innsbruck besuchte, hatte mit Walters Redensart
und seinem trockenen Humor teilweise seine Mühe. Spätestens nach dem
Meisterkurs fand man in Walter jedoch einen begeisterten und erfahrenen
Krippenfreund.
Als der Vorarlberger Landeskrippenverband im Jahre 1992 eine eigene
Krippenschule, mit Kurs eins und zwei gründete, fanden wir in Walter einen
verständnisvollen Ansprechpartner. Im Jänner 1993 wurde in Innsbruck gemeinsam
ein Seminar durchgeführt zur Aktualisierung der Kursunterlagen, die
jedes Jahr verbessert wurden.
Ein großes Anliegen war von Walter die Durchführung des Meisterkurses in
Innsbruck die er bis 2007 leitete und durchführte.
Die Vorarlberger Krippenfreunde haben in Walter Spörr einen erfahrenen
Krippenpionier verloren und wir werden Walter in guter Erinnerung bewahren.

Dein langjähriger Krippenfreund
Landesverbandsobmann Josef Hagen