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Tipps und Tricks
Tipps für den Krippenbau – „was moanscht du“
Dachschindeln
Im gemischten Wochenkurs in Hard, in dem ich Kursleiter des Kurses 1 war,
habe ich eine interessante Technik zum Dach Schindeln gesehen. Roland
Staudacher von den Krippenfreunden Rankweil leimt die Schindeln nicht einzeln
auf das Unterdach, sondern streicht Mörtel (Schleifstaub und Weißleim)
auf das Unterdach und drückt die Schindeln in diese Masse.
Das geht meiner Meinung nach schneller und sauberer als die herkömmliche
Methode.
Loacker Edwin
Krippenverein Götzis
Palmen
Die Anfertigung von naturechten Palmen ist eine schwierige
Sache. Leider sieht man immer wieder sehr einfache, farblich nicht gute Palmen
auf Krippen unseres Landes. In den letzten Jahren aber hat sich vieles in diesem
Bereich verbessert. Die nachstehenden Tipps mögen diesen guten Weg weiterführen:
Palmstämme:
Die oft verwendeten Fichtenstangen haben den großen Nachteil, dass nach einigen
Jahren die Stämme völlig zerbrechen, zerbröseln. Außerdem sind diese
Fichtenstecken wirklichkeitsfremd zu dünn.Eine bewährte Bauart von Palmen ist
wie folgt:
Als Grundstecken werden Stangen aus Schwemmholz verwendet. Dieses Grundmaterial
ist in der Regel völlig ungezieferfrei. Die Stangen sollen etwas länger als
später notwendig gearbeitet werden. Eine nachträgliche Kürzung ist jederzeit
möglich. Aus Rupfenmaterial werden Streifen von ca. 3-5cm (je nach Palmengrösse)
geschnitten. Auf einer Seite dieser Streifen werden
einige Längsfäden gezogen, sodass dann abstehende Querstreifen des Rupfens
entstehen. Nun werden diese Streifen sehr
gründlich in Leimwasser getaucht und auf die Palmstangen aufgewickelt. Dabei
muss unbedingt o b e n begonnen werden. Die abstehenden Fäden bleiben frei, die
glatte Seite wird bei jeder Rundung nach unten abgedeckt. Nach dem vollständigen
Trocknen werden die evtl. zu langen abstehenden Fäden abgeschnitten, aber immer
etwas stehen lassen. Mit stark verdünntem und mit Umbra natur eingefärbtem
Verputzmaterial wird nun der ganze Stamm eingepinselt und wieder vollkommen
getrocknet. Dies erleichtert das nun folgende Fassen mit Hellbraun.
Palmblätter:
Im Besonderen ist dafür ein farblich geeignetes Papier zu verwenden. Ein
dunkles, warmes olivgrün hat sich hervorragend bewährt. Nach dem allbekannten
doppelseitigem Kleben mit Drahteinlage sollen die Blätter möglichst naturgenau
zugeschnitten werden. Die Blätter sind in der Natur nicht wie Lorbeerblätter
geformt, sondern in der ganzen Länge ziemlich gleich breit und nur an der Spitze
gerundet. Besonders ist auch darauf hinzuweisen, dass die orientalischen Palmen
gleich lange Blätter haben. Edwin Loacker hat in der letzten Krippenzeitung
darauf hingewiesen. Die Blätter sollen auch lang und wirklich hängend sein.
Palmblätter-Büschel wie Blumensträuße sind weit von der Natürlichkeit entfernt.
Da die unteren Blätter in der Regel braun, trocken, ja verdorrt sind, bringt
eine Fassung der Blätter noch einen wertvollen zusätzlichen positiven Effekt.
Die Verwendung von Kokos ist beim Übergang der unteren Blätter zum Stamm völlig
ausreichend.
Otmar Holzer - KV Lustenau
von Edwin Loacker
Einige meiner Reisen führten mich in den nahen und mittleren Osten, wie Israel, Sinai, Tunesien, Libyen oder Marokko. Ich habe tausende von Dattelpalmen gesehen und weiss genau wie sie aussehen.
Dattelpalmen – Länge der Blätter
Verschiedene Blattlängen kann man noch bei unseren Krippenbauvereinen sehen. Noch vor einigen Jahren wurden in der Krippenschule die unterschiedlichen Längen gelehrt. Tatsächlich haben aber die Palmen immer fast gleich lange Blätter.
Ein paar Bilder sollen es zeigen.
Deshalb schneidet die Blätter immer gleich lang, sie sind naturgerecht und die Palmen sind ganz einfach schöner
Palmenpapier: Canson, Mi-Teintes,
Pastel 50 x 65 cm 160 gr, Color 448,
Ref 331454